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Glossar

A


ALTER-Net (A Long-Term Biodiversity, Ecosystem and Awareness Research Network): Network of Excellence aus dem 6. Forschungsrahmenprogramm der EU (FP6) (25 Partner, 500 Expertlnnen), bei dem das Umweltbundesamt Partner ist. Das Konsortium von ALTER-Net entstand aus 5 Konsortien, die Expressions of Interest im FP6 abgegeben hatten. Eine davon war „ALTER-Europe“ (An LTER Network for Detecting Forecasting and Managing Change in European Socio-Environmental Systems), dessen zentrales Anliegen die Etablierung eines europäischen LTER-Netzwerkes war (Initiatoren: CEH/UK, CNRS/F und Umweltbundesamt/A). Alle anderen Konsortien kamen aus dem Biodiversitäts- Bereich, daher die inhaltliche Ausweitung auf Biodiversitäts-Fragestellungen.


Angewandte Forschung bedeutet Wissensgenerierung aus bereits vorhandenem Wissen und bestehenden Sachverhalten. Angewandte Forschung hat den Anspruch der Nähe zur Praxis und will zumeist ein bestimmtes, oft technisches Problem lösen. Die Bereiche Naturschutz und Biodiversität stehen in der Eisenwurzen im Fokus der angewandten Forschung.


 


B


Basisdatenkatalog: 2006 wurde vom Plattform-Management ein erster Überblick über alle vorhandenen Daten zur Eisenwurzen in Form eines Basisdatenkatalogs gegeben. Dieser ist auf der WEB Seite der Plattform Eisenwurzen abrufbar. Seit 2017 wird der Katalog im Rahmen eines Arbeitsschwerpunkts zur Datenstrategie überarbeitet.


Biodiversität oder biologische Vielfalt bezeichnet gemäß dem Übereinkommen über biologische Vielfalt (CBD) die Vielfalt der Arten auf der Erde, die genetische Vielfalt sowie die Vielfalt von Ökosystemen.


Biogeografische Regionen: Die Einteilung der Europäischen Union in biogeographische Regionen liegt der Natura-2000-Richtlinie von 1992 zugrunde. Die biogeographischen Regionen dienten als Grundraster für die Bewertung und Flächenauswahl der FFH (Fauna-Flora-Habitat)-Gebiete. Sie weisen jeweils besondere Charakteristika hinsichtlich der dort vorkommenden Arten und Lebensräume auf. Es werden neun biogeographische Regionen unterschieden: alpin (Hochgebirgsregionen), atlantisch, Schwarzes Meer, boreal (nordeuropäisch), kontinental (mitteleuropäisch), makaronesisch (Kanaren, Azoren, Madeira), mediterran, pannonisch (osteuropäisch), grassic.


BOKU (Universität für Bodenkultur): Die Universität hat ihren Sitz in Wien. Hauptlehr- und Forschungsgebiete sind erneuerbare Umweltressourcen in Verbindung von Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften.


 


D


Datendrehscheibe: Das Plattform-Management fungiert im Rahmen der LTSER Plattform Eisenwurzen als Datendrehscheibe. Metainformation über vorhandene Daten wird erhoben, aufgezeichnet und zugänglich gemacht. Datennutzungsverträge werden mit Datenhaltern eingegangen, um für Projekte in der Eisenwurzen einen geregelten Zugang zu ermöglichen.


Datennutzungsvertrag: Im Rahmen der Forschungsplattform Eisenwurzen als Datendrehscheibe werden zwischen dem Plattform-Management und Datenhaltern Verträge über die Nutzung von Daten eingegangen. Mit diesem Datennutzungsvertrag wird Eisenwurzen-Projekten ein geregelter Zugang zu den Daten garantiert.


DEIMS-SDR (Dynamic Ecological Information Management System - Site and dataset registry): Informationsmanagementsystem zur Dokumentation von und zur Recherche nach LTER Standorten auf der ganzen Welt sowie der dort gesammelten Daten, involvierten Personen und assoziierten Netzwerke.


DoKNE: Doktorandenkolleg für Nachhaltige Entwicklung an der Universität für Bodenkultur. Die Dissertationen beschäftigen sich mit Nachhaltiger Entwicklung (Schnittstelle Forschung und Regionalentwicklung). Einige der Arbeiten sind in Teilregionen der Eisenwurzen angesiedelt. Das Kolleg ist am Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung angesiedelt.


 


E


Ecosystem Services: siehe Ökosystemdienstleistungen


Ecosystem Services Initiative: Eine internationale Initiative, die Ökosystemdienstleistungen und deren Veränderungen (aufgrund externer und interner Einflussfaktoren) in Standorten weltweit untersuchte. Die Initiative wurde 2008 im Rahmen von ILTERN von Patrick Bourgeron (US LTER) ins Leben gerufen.


EEA (European Environment Agency): Umweltmonitoring- und –reporting Institution der EU. Key Stakeholder im LTER-Europe-Prozess (Veranstaltung des LTER-Europe Startup-Meetings im Jänner 2003).


Einzelprojekte: Alle Forschungs- und Umsetzungsprojekte, die in der Forschungsplattform Eisenwurzen zur Durchführung kommen.


Eisenwurzen ist die Bezeichnung für eine Region im Grenzbereich Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark. Die Region wird durch eine gemeinsame Wirtschafts- und Sozialgeschichte definiert - geprägt durch intensiven Bergbau und Begleitwirtschaft. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist heute nicht bedingungslos über die Bundesländergrenzen hinweg vorherrschend. In der Region wurde die erste LTSER Plattform Österreichs aufgebaut. Fokus der Forschungsplattform ist die Gesamtregion Eisenwurzen (91 Gemeinden, 5.904 km²).


eLTER H2020: Projekt (2015 – 2019), finanziert im 8. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Technologieentwicklung Horizon 2020; Ziel ist die Weiterentwicklung der Infrastruktur und der Scientific Community im Bereich der ökologischen Langzeitforschung in Europa.


eLTER RI: Integrated European Long-Term Ecosystem, Critical Zone & Socio-Ecological Research Infrastructure; künftige ESFRI RI.


ESFRI (European Strategy Forum on Research Infrastructures): Das European Strategy Forum ist eine 2002 gegründete multidisziplinäre Plattform für die EU-Länder zur Diskussion und Abstimmung von Entwicklungen und Projekten im Bereich von Forschungsinfrastrukturen.


ESFRI RI: ESFRI Research Infrastructure; hochrangige paneuropäische Forschungsinfrastruktur, die europäischen WissenschaftlerInnen offen steht und hockkarätige Forschung ermöglichen und unterstützen soll.


ESFRI Roadmap: Unter Berücksichtigung des langfristigen Bedarfs der europäischen ForscherInnengemeinschaft aller Wissenschaftsgebiete legt die ESFRI Roadmap Forschungsinfrastrukturen von paneuropäischem Interesse fest. 2015 haben LTER-Europe und die European Critical Zone Observatories community einen Antrag auf Errichtung einer gemeinsamen eLTER Forschungsinfrastruktur als ESFRI RI eingebracht. Seit Herbst 2018 ist eLTER RI auf der ESFRI Roadmap.


e-Wurzen ist der regelmäßig erscheinende Newsletter der LTSER Plattform Eisenwurzen. Die e-Wurzen stellt jeweils eine in der Plattform tätige Organisation vor und gibt Überblick über Neuigkeiten aus den Bereichen Förderungen, Projekte, Internationales LTER, Fortbildungen, Termine, etc.


 


F


FORNE: Konzept für ein Forschungsrahmenprogramm „Zukunftsforschung“ beim Rat für Forschung und Technologieentwicklung


Forschungsplattform: siehe LTSER Plattform


FP6 (Frame Programme 6): 6. EU-Rahmenforschungsprogramm 2003 - 2007


FP7 (Frame Programme 7): 7. EU-Rahmenforschungsprogramm 2007 – 2013


 


G


Globaler Wandel (Global Change) bezeichnet globale Veränderungsprozesse, die sich zu einem erheblichen Teil gegenseitig beeinflussen. Zu den Veränderungen zählen in erster Linie Umweltveränderungen (Klimaerwärmung, Entwaldung, Desertifikation, Verlust von Biodiversität,…), Auswirkungen der Globalisierung und die demographischen Veränderungen (Bevölkerungswachstum, Alterung, Migration).


GMES (Global Monitoring for Environment and Security): EU-Rahmenprojekt 2002-2008, Globale Überwachung für Umwelt und Sicherheit. Joanneum RESEARCH hat im Rahmen des GMES Projekts Teile der Eisenwurzen untersucht.


Großprojekt Eisenwurzen: Die Idee, vielen Einzelprojekten, die durch das Eigeninteresse der Forschenden getrieben werden, einen Rahmen in Form eines Großprojekts zu bieten. Der Rahmen bezieht sich sowohl auf eine inhaltliche Klammer als auch die Koordination des Zusammenspiels zwischen den Einzelprojekten.


Grundlagenforschung dient einzig der Erweiterung der wissenschaftlichen Kenntnisse. Die technische und praktische Anwendung steht nicht im Interesse dieser Aktivitäten. Sie ist das Fundament für die angewandte Forschung und Entwicklung.


 


H


Horizon 2020: 8. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (2014 – 2020) mit einem Fördervolumen von knapp 75 Mrd. Euro.


 


I


ILTER (International Long-term Ecosystem Research): Zusammenschluss der weltweiten LTER Regionalgruppen, die die nationalen LTER Netzwerke repräsentieren. Ursprünglich war ILTER eng verknüpft mit den USA (Büro in den USA, Finanzierung durch die National Science Foundation). In der Phase von 2004 - 2005 wurde ILTER von dieser starren Bindung gelöst und ist nun ein eigenständiges Netzwerk. Von 2014 bis 2018 stellt Österreich mit Michael Mirtl den Vorsitzenden.


Integrated Monitoring (ICP-IM): Umfassende Beobachtung der Wirkung von Luftverschmutzung auf Ökosysteme. Österreichischer Standort ist der Zöbelboden im Nationalpark Kalkalpen.


Interdisziplinär wird Forschung, wenn verschiedene Wissenschaftsstränge (Säulen) zusammen an einem Thema arbeiten. Um das Spannungsfeld Mensch-Natur zu begreifen, ist diese Art von Forschung unerlässlich.


 


K


KLI.EN: Forschungsprogramm zum Thema Klimaschutz gefördert von der Kommunal Credit.


 


L


Langzeitforschung: siehe LTER


LTER (Long-Term Ecoystem/Ecological Research): Steht für ökosystemare/ökologische Langzeitforschung: Forschung, die sich mit der Gesamtheit von Ökosystemen, der Entwicklung von ökologischen/sozio-ökologischen Prozessen und Strukturen über Jahrzehnte befasst. Breite Verwendung findet LTER als Überbegriff für diverse nationale und internationale Initiativen, Netzwerke und Aktivitäten.


LTER-Austria ist das österreichische Netzwerk für ökologische Langzeitforschung. LTER-Austria ist seit 2004 ein eingetragener Verein und hat seinen Vereinssitz derzeit in Wien.


LTER-Europe: Zusammenschluss aller europäischen LTER-Regionalgruppen. Seit 2006 bilden West- und Osteuropa ein gemeinsames Netzwerk. ALTER-Net hat dafür konzeptiv den Weg bereitet. LTER-Europe ist Regionalgruppe von ILTER. Seit 2007 stellt Österreich mit Michael Mirtl den Vorsitzenden.


LTER Standorte (Sites): Untersuchungsgebiete/Anlagen/Einrichtungen der, ökologischen Langzeitforschung; sie sind meist naturräumlich definiert (Einzugsgebiet kleiner Gewässer), von begrenzter Größe (10 - 1.000 ha) und vorzugsweise naturnahe Gebiete mit Schutzcharakter. Die Organisation von LTER Standorten erfolgt in nationalen und kontinentalen Netzwerken. Thematisch konzentriert sich LTER auf naturwissenschaftliche Fragestellungen wie z.B. Primärproduktion und Stoffkreisläufe.


LTSER (Long-Term Socio-economic and Ecological Research): LTER wird um das sozial-ökonomische Element ergänzt. Das Kerngebiet von LTSER ist die sozio-ökologische Forschung.


LTSER Plattform: Forschungsplattformen nach der Grunddefinition von ALTER-Net sind Regionen, in denen mit skalenübergreifendem und interdisziplinärem Ansatz geforscht wird. Zentrale thematische Fragestellung ist das Zwischenspiel von Natur (Ökosystemdienstleistungen, Stoffflüsse, etc.) und Mensch (soziales und ökonomisches Handeln).


LTSER Plattform Eisenwurzen: In der Region Eisenwurzen wurde 2004 mit dem Aufbau der ersten österreichischen LTSER Plattform begonnen. Gründe für die Wahl der Eisenwurzen waren die historisch sozial-ökonomische Geschichte der Region als auch ihre Einheit als Naturraum und die Konzentration von Schutzgebieten und Forschungseinrichtungen. Seit dem Jahr 2006 haben 35 Institutionen und Personen das Memorandum of Understanding zur Forschungsplattform unterzeichnet. Seit dem Jahr 2008 hat die Forschungsplattform ein Plattfom Management.


 


M


Memorandum of Understanding (MoU): Das MoU erklärt die LTSER Plattform Eisenwurzen in allen Bestandteilen, inklusive den Hintergründen, Aufgabenstellungen und Zielvorgaben. Institutionen und Personen bekunden mit der Unterzeichnung einer Unterstützungserklärung zum MoU ihren Willen zur Kooperation sowie ihr Verständnis für die Plattform und diese spezielle Art der trans- und interdisziplinären Forschung.


Metadaten oder Metainformation sind Daten, die Informationen über andere Daten enthalten. Bei den beschriebenen Daten handelt es sich oft um größere Datensätze oder Datensammlungen.


MFRP Eisenwurzen (Multifunctional Research Platform) ist die ehemalige Bezeichnung für die LTSER Plattform Eisenwurzen.


Monitoring: Überbegriff für alle Arten der unmittelbaren systematischen Erfassung, Beobachtung oder Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses mittels technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme. Im LTER Zusammenhang handelt es sich um die Beobachtung von Ökosystemen (siehe auch Integrated Monitoring).


 


N


Nachhaltigkeit: Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann. Eine nachhaltige Entwicklung garantiert, dass die heutige Nutzung der Ressourcen die Grundlage des Lebens von zukünftigen Generationen nicht negativ beeinträchtigt.


Network of Excellence (NoE): Finanzierungswerkzeug im FP6 zur Installierung von Forschungsaktivitäten, die durch die nötige kritische Masse die Errichtung langfristig erhaltbarer Strukturen erfordern.


 


O


Ökosystem: Ein System, das die Gesamtheit der Lebewesen (Biozönosen) und ihre unbelebte Umwelt, den Lebensraum (Biotop), in ihren Wechselbeziehungen umfasst.


Ökosystemdienstleistungen (Ecosystem Services) sind Dienstleistungen, die von der Natur erbracht werden und vom Menschen genutzt werden können. Unterschieden wird zwischen Bereitstellenden Dienstleistungen (Nahrung, Wasser, Holz, Fasern, genetische Ressourcen), Regulierenden Dienstleistungen (Klima, Überflutung, Krankheiten, Wasserqualität), Kulturellen Dienstleistungen (Erholung, ästhetisches Vergnügen, spirituelle Erfüllung) und Unterstützenden Dienstleistungen (Bodenbildung, Bestäubung, Nährstoffkreislauf).


Ökosystemforschung: Ökosystemare Grundlagenforschung beschäftigt sich mit der Erforschung der komplexen Gesamtheit von Mechanismen und Wirkungsketten innerhalb eines Ökosystems. Grundlagenforschung legt die Basis für weiterführende Forschung.


 


P


Partizipation: Bedeutet Beteiligung. In partizipativen Prozessen werden Individuen und Organisationen (sogenannte Stakeholder) in Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse eingebunden.


Plattform-Management: Das Management der LTSER Plattform Eisenwurzen fungiert als Schnittstelle zwischen Forschungsinstitutionen, regionalen EntscheidungsträgerInnen, RegionalmanagerInnen, Bildungseinrichtungen, etc. Das Management ist an der Abteilung für Ökosystemforschung und Umweltinformationsmanagement am Umweltbundesamt angesiedelt.


ProVISION: Ehemaliges Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Das Programm unterstützte Projekte, die das wissenschaftliche Fundament der österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie erarbeiteten und war damit Teil der interministeriellen Forschungsstrategie „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FORNE).


 


R


Regionalentwicklung bedeutet einerseits die Dynamik von Entwicklungsprozessen spezifischer (in erster Linie ländlicher) Regionen. Vorrangig verstanden wurde sie als regionale wirtschaftliche Entwicklung dieser Räume, aber auch regionale Verkehrs-, Bevölkerungs- oder Umweltentwicklung. Andererseits bedeutet Regionalentwicklung politische Konzepte, mit denen auf die Probleme der Veränderungen ländlicher Räume (regionaler Strukturwandel) reagiert werden soll, insbesondere im Bereich der regionalen Wirtschaftspolitik bzw. Regionalpolitik. Zentrale Begriffe der Regionalentwicklung sind Formale Erneuerung, Regionale Kooperation, Endogene Potentiale, Partizipation.


Regionalmanagement sind „regionale Institutionen“, die (zunehmend, teilweise oder ganz) Zuständigkeiten für die Gestaltung regionaler Entwicklungsprozesse übernehmen. Diese formale Erneuerung der Regionalentwicklung wird gleichermaßen „von oben“ wie „von unten“ gefördert und zielt darauf ab, Entscheidungen dezentral, d.h. weitgehend „vor Ort“ und in weitgehender Selbstverantwortung der Betroffenen zu treffen und politisch auszugestalten.


 


S


Säulen: Forschung in der Plattform Eisenwurzen basiert auf drei großen Bereichen: Ökosystemare Grundlagenforschung, Angewandte Naturschutz- und Biodiversitätsforschung und Sozio-ökologische Forschung. Diese drei Bereiche werden als Säulen bezeichnet. Sie sind konsistent mit den Säulen des nationalen LTER Strategieprozesses (LTER-Austria White Paper).


Seewinkel: In der Region des Nationalparks Neusiedler See - Seewinkel wird die dritte LTSER Plattform in Österreich aufgebaut.


Sozio-ökologische Forschung/sozial-ökologische Forschung ist die Kerndisziplin einer LTSER Einrichtung (sozio-ökologische Langzeitforschung). Der Frage, wie sich gesellschaftlich-wirtschaftliche Einflüsse auf ökologische Stoffflüsse auswirken, ist Thema dieses Forschungszweigs.


Sozio-ökologische Zonen: Im Rahmen von ALTER-Net wurde Europa mit Hilfe von Stratifizierung in sozio-ökologische Zonen eingeteilt. Zum einen beruht die Einteilung auf naturräumlichen Gegebenheiten und zum anderen auf sozio-ökonomischen (Bevölkerungsdichte, Bruttoinlandsprodukt) Größen.


Szenarien: Mit Hilfe von Szenarien werden mögliche bzw. wahrscheinliche Entwicklungen und Zustände in der Zukunft anschaulich und umfassend gezeichnet. In der sozial-ökologischen Forschung ist dies eine der wichtigsten Darstellungsformen von Ergebnissen.


 


T


Transdisziplinär werden Prozesse, wenn unterschiedliche Stakeholder eingebunden werden. Im Rahmen von Forschungsprojekten bedeutet das eine Interaktion zwischen ForscherInnen, BürgerInnen, politischen EntscheidungsträgerInnen usw. in sowohl Erarbeitung der Fragestellung, Durchführung des Projekts und der Weiterführung der Forschungsergebnisse in Umsetzungsprojekten.


Tyrolean Alps ist die zweite LTSER Plattform in Österreich. Die Initiative ist seit 2005 an der Universität Innsbruck unter dem Namen „Alpiner Raum – Mensch und Natur“ tätig. Startschuss für die LTSER Plattform war 2008. Zentraler Punkt dieser Plattform ist das Forschungszentrum Obergurgl. Das Plattform-Management wird von Universität Innsbruck am Institut für Ökologie wahrgenommen.


 


U


Umsetzungsprojekt: Projekte, die auf Basis von Forschungsergebnissen in der Region praktisch umgesetzt werden.


Umweltbundesamt GmbH: Das Umweltbundesamt ist die Fachstelle des Bundes für Umweltschutz und Umweltkontrolle in Österreich. Es ist die einzige österreichische Facheinrichtung, die alle Bereiche des Umweltschutzes bearbeitet.


 


W


White Paper ist das Strategiepapier von LTER-Austria. Das White Paper definiert klar die Leistungen von LTER und LTSER Forschung und deren Anforderungen in Österreich.


 


Z


Zöbelboden ist die erste und einzige Untersuchungsfläche für Integrated Monitoring in Österreich. Der Zöbelboden liegt im Reichraminger Hintergebirge am Rande des Nationalparks Kalkalpen.


 


Quellen:
- Leser, H. (Hrsg): Diercke-Wörterbuch Allgemeine Geographie, München, 1997
- Mose, I., Brodda, Y.: Regionalentwicklung, Regionalisierung, regionale Identität Perspektiven für die Region Südharz,
- URL: www.karstwanderweg.de/sympo/5/mose_brodda/index.htm, 02.11.2008
- Natura 2000, URL: www.natura2000-dvl.de/index.php, 02.11.2008
- Wikipedia, URL: www.wikipedia.org, 02.11.2008