Image 01 Image 02

Wesen und Zielsetzungen der LTSER Plattform Eisenwurzen

Informationsdrehscheibe und Netzwerk für Projektentwicklung

Die Forschungsplattform Eisenwurzen ist eine Informationsdrehscheibe zwischen Wissenschaft und Region. Als Netzwerk aus WissenschaftlerInnen verschiedenster Forschungseinrichtungen und Disziplinen einerseits und VertreterInnen aus dem Bildungsbereich, der Regionalentwicklung und der politischen Ebene andererseits bietet sie einen Raum für die Entwicklung und Umsetzung von Projekten. Dabei steht das komplexe Wirkungsgefüge zwischen dem Naturraum, seinen historischen und aktuellen Nutzungen sowie deren steuernden Größen im Zentrum des Interesses.


 

Aus der Region für die Region

Unter Berücksichtigung überregionaler Rahmenbedingungen, wie z. B. globaler Wandel oder soziale und wirtschaftliche Trends, soll die wissenschaftliche Basis für eine nachhaltige Entwicklung der Region und die Erhaltung der Lebensqualität erarbeitet werden. Die Bedürfnisse der Region sollen soweit wie möglich mit den Forschungszielen in Einklang gebracht werden.


Ziel der LTSER Plattform Eisenwurzen ist es,
- die natürlichen Ressourcen als Lebensgrundlage zu erhalten,
- die Interaktionen von Mensch und Umwelt besser verstehen zu lernen,
- langfristige regionale Entwicklungen zu erkennen und damit eine Entscheidungsgrundlage für eine nachhaltige Regionalpolitik zu liefern,
- die Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen innerhalb und außerhalb der Region zu fördern,
- die regionale Bevölkerung in die Themenfindung und die Forschungsarbeit einzubinden,
- Forschungsergebnisse für Ökosystemmanagement und regionale Entwicklungsstrategien zu nutzen.


Konkret bedeutet das:
- Vernetzen, Abstimmen und Fokussieren von Forschungseinrichtungen und Forschungsaktivitäten in der Region,
- Interdisziplinarität – Kooperationen quer über Fachgebiete hinweg,
- Transdisziplinarität – Einbindung von VertreterInnen aus der Region: EntscheidungsträgerInnen, Regionalentwicklung, Bildungseinrichtungen etc.,
- Partizipation – Berücksichtigung subjektiver und objektiver Bedürfnisse der regionalen Bevölkerung,
- Koppelung von (Umwelt-)Monitoring und Forschung und Nutzung von Synergien,
- Erforschung ökologischer Langzeitprozesse in relevanten Lebensräumen und Abschätzung von Entwicklungstrends: Primärproduktion, Kohlenstoffhaushalt, Stoffeinträge, Biodiversität, Störungen,
- Verstärktes Augenmerk auf die Umweltgeschichte der Region, z. B. historische Landnutzung, Paläoökologie und deren Auswirkungen auf die aktuelle Situation,
- Erarbeitung von Entwicklungsszenarien und empirischen Modellen zu deren Prüfung (integrierte Modellierung, Ecosystem Assessment),
- Nutzung der Vielfalt an Einrichtungen und Infrastrukturen für standortsübergreifende Analysen und Experimente („Multi-site Experiments“)
- Abstimmung der räumlichen Auflösungen, mit denen einzelne Disziplinen arbeiten bzw. für die sie Daten besitzen, um wechselseitige Bezugnahme zu ermöglichen,
- Entwicklung von Strategien für Sicherung, Austausch und optimale Nutzung von Daten, Informationen und Metainformationen zur Region,